FAQ Wie erstelle ich eine Online-Lernumgebung?

Ein Online-Lernangebot sollte eine Online-Lernumgebung, also eine Adresse im Netz, haben, auf der Teilnehmende alle Informationen finden, die sie zu dem Lernangebot brauchen. 

Online-Lehre
mit Lern-Management-Systemen

Einige Schulen sind bereits mit Lern-Management-Systemen/ Schulplattformen ausgestattet oder planen in Kürze die digitale Aufrüstung. Wir haben für dich die Angebote der verschiedenen Bundesländer zusammengestellt.

Online-Lehre
ohne Lern-Management-Systeme:

Sollte die Schule noch kein Lernmanagementsystem besitzen und in der Kürze der Zeit auch keines bereitstellen können, müssen Lehrkräfte auf andere Kommunikationswege zurückgreifen.

Als simple Lernumgebungen eignen sich z.B. ein Padlet, ein Blog, oder Google Drive.

Padlet

Padlet ist eine digitale Pinnwand. Das Tool erlaubt die kollaborative Zusammenarbeit an der Pinnwand, sodass Lehrkräfte Aufgaben und Materialien als Post bereitstellen können, Schüler*innen bearbeitete Aufgaben als Post im Padlet einstellen können. Zum Schutz der Daten der Schüler*innen sei angemerkt, dass man zumindest pseudonymisierte Kürzel vergeben kann.

Blogs

Blogs (einfach erstellt, z.B. auf Blogger) können, wie Padlets, zum einfachen Aufgaben- und Materialtausch benutzt werden. Darüber hinaus können Blogs eine produktorientiert, kreativ ausgerichtete Unterrichtsreihe begleiten.

Google Drive

Google Drive kann als Online-Datenspeicher zur Ablage von Aufgaben und Materialien dienen, solange die Materialien, die weitergegeben werden oder auf die Plattform hochgeladen werden, keine personenbezogenen Daten enthalten (mehr dazu beim Abschnitt “Achtung! Datenschutz wahren!”). Interessant wird das Angebot von Google zudem durch die integrierte Softwaresammlung, mit deren Hilfe kollaborativer Unterricht umgesetzt werden kann. 

Achtung! Datenschutz!

Diese improvisierten Lernplattformen sind nicht datenschutzkonform, mit ihnen kann jedoch datenschutzkonform umgegangen werden.

Es dürfen keine personenbezogenen Daten oder Dokumente in der Cloud gespeichert werden. Auch dürfen keine Benutzerkonten mit Klarnamen erstellt oder in die Cloud geladenen Dokumente (Arbeitsblätter/ Aufgabenbearbeitungen) Namen der Schüler*innen enthalten.

Statt des Klarnamens muss daher ein Pseudonym verwendet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass keine “sprechenden Pseudonyme”, wie der Vorname eines Schülers, verwendet wird.

Tipp: Ein Pseudonym könnte aus folgenden Ziffern bestehen:
Erste Stellen: Schülernummer aus der Klassenliste/ Schulverwaltung
Folgende Stellen: letzter Buchstabe des Geburtsmonats; zweiter Buchstabe des Vornamens der Mutter etc.

Über die Schülernummern haben Lehrkräfte einen Überblick über die Pseudonyme. Einmal angelegte E-Mail Adressen (z.B. bei Gmail) können immer wieder verwendet werden.

Von wem stammen die FAQs?

Die Hinweise und Tipps sind eine Zusammenstellung der AG Digitale Lehre und des Schulnetzwerks des ZfL der Uni Köln, Bastian Granas und derzeit täglich hinzukommenden Informationen aus aktiven Netzwerken wie dem #twitterlehrerzimmer, außerdem dem Blog der Bildungspunks, dem Blog von Bob Blume, der Blog von Nina Toller, der pädagogischen Hochschule Schwyz, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Hochschulforum Digitalisierung, dem Moodletreff und edulabs.